Fachforen

Nach der Mittagspause teilten sich die KongressbesucherInnen auf die Fachforen auf:


Forum 1: Betriebliches Gesundheitsmanagement – Beschäftigungsfähigkeit erhalten

• Sandra Ritter, Bereichsleiterin Personal, Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH
• Michael Preuß, Betriebsrat Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH
• Friederike Germer, Personal & Strategie, Lloyd Shoes GmbH
• Heike Rath, Betriebsrätin, Lloyd Shoes GmbH
Moderation: Dr. Michael Drupp, Leiter AOK Institut für Gesundheitsconsulting

Unter dem Motto „Pro Zukunft“ verfolgt der hannover airport einen ganzheitlichen Ansatz. Im Fokus stehen die Handlungsfelder Gesundheit, Werte, Kompetenz und Arbeit. Der Flughafen leistet sich hohe Investitionen in die Gesundheit von seinen MitarbeiterInnen. Es gibt das Skylight (ein gesundes Bio-Betriebsrestaurant), eine anonyme psychosoziale Beratung, Gesundheitstage, Betriebssport etc. Die Geschäftsführung steht voll hinter den Maßnahmen und ist sich sicher, dass sich die Investitionen lohnen.
Präsentation Flughafen Hannover (PDF-Download)

Die Firma Lloyd Shoes beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit dem Thema betriebliches Gesundheitsmanagement. Betont wurde wie wichtig dabei die Verzahnung mit der Gesamtstrategie des Unternehmens ist. Systematisches Vorgehen spielt eine ebenso große Rolle wie die Führungskräfte mit ins Boot zu holen. Lloyd Shoes hat Gesundheitszirkel etabliert und macht jährliche Aktionstage. Eine Beschäftigtenbefragung gab dafür die richtigen Impulse. Die MitarbeiterInnen werden aktiv mit einbezogen, da diese am besten wissen, wo der Schuh drückt.
Präsentation Lloyd (PDF-Download)

Die Referentinnen und ihre BetriebsratskollegInnen waren sich einig: wenn alle Betriebsparteien gut und aufgeschlossen bei dem Thema zusammenarbeiten, braucht es nicht zwingend schriftliche Vereinbarungen. Zudem sollte das Thema Gesundheit stets präsent gehalten werden. Die Erfahrung zeige, dass Veränderungen nicht immer positiv aufgefasst werden – vor allem von älteren MitarbeiterInnen. Dennoch lohnen sich die Mühen, da ein etabliertes Gesundheitsmanagement zukünftig den heute jüngeren Beschäftigten zugutekommt.

 



Forum 2: Qualifizierung 50plus – Ungenutzte Potenziale

• Dieter Doetsch, Ressortleiter Ausbildung, Ing-DiBa AG
• Gerhard Pfeiffer, Betriebsratsvorsitzender, Ing-DiBa AG
• André Kränzke, Leiter Verkehrsbetriebe, Stadtwerke Osnabrück AG
• Franz-Josef Schriewer, Betriebsrat, Stadtwerke Osnabrück AG
• Axel Opitz, Betriebsrat, Manitowoc Crane Group GmbH
Moderation: Markus Humpert, Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft

Die Ing-DiBa AG hat ein Ausbildungskonzept 50plus entwickelt, in dem sich MitarbeiterInnen in einer 12-monatigen Ausbildung zur/m „Bankassistent/in Immobilienfinanzierung“ qualifizieren können. Die MitarbeiterInnen werden aus den eigenen Reihen oder durch breit angelegte Stellenanzeigen rekrutiert. Diese Zusatzausbildung dauert 1 Jahr und endet mit einem zertifizierten IHK-Abschluss. Während der Ausbildung erhalten die MitarbeiterInnen ihr bisheriges Gehalt weiter. Außerdem können sich MitarbeiterInnen für ein halbes Jahr in eine andere Position versetzen lassen, um neue Arbeitsfelder kennen zu lernen.

Der Fachkräftemangel der Stadtwerke Osnabrück AG macht sich schon jetzt akut bemerkbar: mehr als 10.000 Beschäftige werden allein nur für den Fahrdienst gesucht. Auch hier wird das Ziel verfolgt, Fachkräfte aus dem eigenen Bestand zu gewinnen und zu binden. Hierfür gibt es ein breit angelegtes Spektrum von berufsbegleitenden Qualifizierungsangeboten, Fortbildungen und individuellen Arbeitszeitmodellen. Unter dem Motto: „Frauen als Goldreserve im Arbeitsmarkt“ wird insbesondere die Zielgruppe 50plus mit Teilzeit-Angeboten und beruflicher Umqualifizierung zur Berufsfahrerin im Busbetrieb umworben. Und das, laut. Aussage der Stadtwerke, überaus erfolgreich.
Präsentation Stadtwerke Osnabrück (PDF-Download)

Deutlich wurde bei allen Präsentationen und Maßnahmen, dass Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretung „Hand in Hand“ arbeiten und an gemeinsamen Lösungsstrategien interessiert sind.



Forum 3: Altersgerechte Arbeitsorganisation – Ältere im Betrieb halten

• Dr. Ulrich Fischer, Leiter Stabsbereich Personal, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG
• Karsten Melching, Betriebsrat, üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG
• Fritz Kelle, Personalleiter, Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG (VSM)
• Jürgen Wilkens, Betriebsratsvorsitzender, Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG (VSM)
Moderation: Gerd Meister, Bildungsvereinigung Arbeit und Leben

Aufgrund der bisher greifenden Altersteilzeitregelungen haben beide Unternehmen noch keine praktischen Erfahrungen mit der „Generation 60plus“, stellen sich jedoch den Herausforderungen.

Der konkrete Ansatz der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe besteht in der Einrichtung von Mischarbeitsplätzen für die FahrerInnen von Bussen und Bahnen. Die FahrerInnen arbeiten in diesem Arbeitsorganisationsmodell nicht nur im Stress behafteten Fahrdienst, sondern zu 30 % auch im Prüfdienst.
Objektive Auswertungen dieses Modells zeigten eine unveränderte Produktivität, eine Verbesserung der Gesundheitsstände und gute Qualitätswerte. Das Modell soll auf weitere Tätigkeitsfelder ausgeweitet werden und wird mittlerweile auch von jungen MitarbeiterInnen genutzt.
Präsentation üstra (PDF-Download)

Die VSM AG begegnet dem Problem alternder Belegschaft mit einem umfangreichen Portfolio an Maßnahmen. Hervorzuheben ist die Einführung von Jahres- und Lebensarbeitszeitkonten zur Reduzierung von Überstunden. Neben der Entlastung der MitarbeiterInnen und der darauf begründeten Verbesserung der Gesundheitsstände kam es hierdurch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Zukünftig stehen z.B. die Einführung einer neuen Schichtplangestaltung unter der Berücksichtigung von Teilzeitarbeitsplätzen und die Durchführung einer Arbeitsplatzanalyse auf der Agenda.

Bemerkenswert ist, dass in beiden Unternehmen, bei allen Differenzen, ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen gemeinsam das Ziel verfolgen ihren Betrieb demografiefest zu gestalten. Vertrauen der Beschäftigten in die Geschäftsleitung ist die wichtigste Voraussetzung um tiefgreifende Veränderungen in den jeweiligen Betrieben umzusetzen.



weiter zum Bericht über den Nachmittag

 

Kontakt

Wenn Sie Fragen haben oder neugierig darauf sind uns kennenzulernen, dann freuen wir uns auf Ihre Anfrage.

Projekt-
koordinatorin

Doris Zedler
Tel. 0511 16990-926
doris.zedler@
demografieagentur.de


Downloads

Präsentation Flughafen Hannover
(PDF-Download)

Präsentation Lloyd
(PDF-Download)

Präsentation Stadtwerke Osnabrück
(PDF-Download)

Präsentation üstra
(PDF-Download)

         
   
       
   

Demografieagentur für die
niedersächsische Wirtschaft
GmbH

Günther-Wagner-Allee 23 | 30177 Hannover
Telefon: +49 (0) 511 16990-900
info@demografieagentur.de

Geschäftsführer: Lutz Stratmann, Hans Hoffmann
Aufsichtsratvorsitzende: Dr. Volker Schmidt, Hartmut Tölle (Stellvertreter)
   
    Logoleiste ddn – Das Demographie Netzwerk Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH Handwerkskammer Osnabrück-Emsland AOK Niedersachsen DGB NiedersachsenMetall Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie (ADK) e.V. IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie